Hauptmenü
Heimatschutzpreis
Aargauer Heimatschutzpreis 2007
Der Aargauer Heimatschutzpreis
Die Gründung des Aargauer Heimatschutzpreises:
Im Jahre 1985 wurde der Aargauer Heimatschutzpreis als vom Aargauer Heimatschutz geschaffene und von der neuen Aargauer Bank (damals Aarauer Hypotheken- und Handelsbank) unterstützte kulturelle Institution zur Förderung des Heimatschutzgedankens und der Heimatpflege im Kanton Aargau gegründet. Vorbild für den Aargauer Heimatschutzpreis ist der Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes, der 1985 der Stadt Laufenburg verliehen wurde. Da der Wakker-Preis als national Auszeichnung den vielfältigen Bemühungen um Heimat, Denkmal- und Ortsbildschutz nicht bis in alle Täler der Aargaus nachgehen kann, entschoss sich die Aargauische Vereinigung für Heimatschutz zur Schaffung eines entsprechenden aargauischen Preises.
Mit dem alljährlich ausgerichteten Preis sollen insbesondere Leistungen auf folgenden Gebieten ausgezeichnet werden:
- Schutz, Pflege, Restaurierung von Landschafts- und Ortsbildern, Geschichtsstätten,
Kunst- und Kulturobjekten respektive Kunstdenkmälern.
- Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur, der Gartenarchitektur, des Städtebaus
und des Handwerks.
- Arbeiten auf dem Gebiet des Brauchtums des Trachtenwesens, der Pflege von
Mundarten, der Volkslieder, des Volkstheaters sowie der Literatur.
Wer kann Preisträgerin oder Preisträger werden?
Mögliche Preisträger sind Privatpersonen oder juristische Personen des privaten oder des öffentlichen Rechts. Die Preisträgerin oder der Preisträger muss Wohn- und Geschäftssitz im Kanton Aargau haben. Das zur Preiserteilung Anlass gebende Objekt muss im Kanton Aargau gelegen sein. Eine Bewerbung um den Preis ist nicht möglich.
Jury und Preis
Die Bestimmung des Jahresthemas und die Wahl der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt durch eine unabhängige Jury, der Vorstandsmitglieder des Aargauer Heimatschutzes wie auch aussenstehende Fachleute angehören. 2007 sind dies folgende Personen: Nicoletta Brentano-Motta, Kunsthistorikerin, Brugg (Obfrau Jury); Jürg A. Bossardt, Denkmalpflege des Kantons Aargau, Aarau; Claudio Affolter, Kunsthistoriker, Baden; Chris Leemann, Werber, Rheinfelden und Felix Fuchs, Stadtbaumeister, Aarau.
Der Preis besteht aus zwei Elementen: einer Urkunde, die den Anlass und die Umstände der Preisverleihung sowie die Würdigung der ausgezeichneten Leistungen festhält und einem Barpreis von CHF 10'000.--. Der Preis kommt jeweils einer Preisträgerin oder einem Preisträger zu. Eine Aufteilung ist nicht vorgesehen.
Die bisherigen Preisträger des Aargauer Heimatschutzpreises
2006
Frau Christine Siegfried, Hirzenberg Zofingen, die mit ihrer persönlichen Arbeit dafür sorgt, dass eine herausragende Wohn- und Gartenanlage im Kanton Aargau der Förderung von kulturellen Begegnungen dient.
2005
Aargauische Gemeinnützige Frauenvereine für das jahrzehntelange Schaffen von Heimat in Familien, Gemeinden und Regionen durch prozessorientiertes Denken und lösungsorientiertes Handeln und für das unbürokratische Reagieren auf Veränderungen in Umwelt und Gesellschaft.
2004
Stiftung Alte Kirche Wohlenschwil, für die Bedeutung als beispielhafte Begegnungsstätte in historischem Bau in ländlicher Region.
2003
Familie Heidi und Johann-Rudolf, Silvio und Patrik Erne für die sorgfältige Pflege der alten Bausubstanz und der beispielhaften Gastkultur im Hotel Blume in Baden.
2002
Miller & Maranta Architekten, Basel für die vorbildliche Integration der zeitgenössischen Markthalle Färberplatz in die historische Altstadt von Aarau.
2001
Dr. Gerhard Ammann, Auenstein für seinen langjährigen Einsatz im Natur und Landschaftsschutz, für seine beispielhafte Arbeit und Haltung.
2000
Fricktalisch-Badische Vereinigung für Heimatkunde, die seit 75 Jahren auf vielfältigste Weise vorbildlich, erfolgreich und grenzüberschreitend Heimatpflege im besten Sinn praktiziert.
1999
Familie Donat Abbt, Hermetschwil für die beispielhafte, über mehrere Generationen geübte Weitergabe und ungeschmälerte Erhaltung des historischen Abbt-Hauses in Hermetschwil.
1998
Erne AG Holzbau, Laufenburg für die beispielhafte Arbeit als innovative Unternehmung und Bauherrschaft in der Verwendung des einheimischen Baustoffes Holz für zweckmässige, moderne und stets architektonisch sorgfältig und ortsbildprägend gestaltete Bauten.
1997
Max Rudolf, Birmenstorf für die langjährige, beispielhafte Arbeit zur Erforschung, Dokumentation und Weitervermittlung der Geschichte und Kultur der Gemeinde Birmenstorf und ihrer Umgebung.
1996
Landschaftsschutzverband Hallwilersee für den vielfältigen, mutigen und uneigennützigen Einsatz dieser Vereinigung von idealistisch gesinnten Menschen während über dreissig Jahren für den Schutz, die Pflege und die geordnete Entwicklung der Kulturlandschaft des Seetales.
1995
Benediktinerinnenkonvent des Klosters Fahr für die Leistungen der klösterlichen Gemeinschaft auf dem Gebiet der Gartenkunst und der Gartenkultur, für den Schutz und die fachkundige Pflege der Klostergärten, des Hofgartens, des Gemüsegartens und des Friedhofes sowie für die Pflege der traditionellen klösterlichen Gartennutzungen, für die Gewinnung von Kräutern zu Heilzwecken, von Gemüsen und von Beeren und Obst sowie für die Vermittlung elementarer Gartenkenntnisse an der Bäuerinnenschule des Klosters Fahr.
1994
Metron AG, Brugg für ihre im Sinne des Heimatschutzes vorbildliche Tätigkeit als Bauherrschaft, insbesondere beim Wohnungsbau im ländlichen Milieu, bei der Erhaltung und Umnutzung von Gewerbe- und Fabrikliegenschaften und bei der Einrichtung des neuen eigenen Geschäftshauses.
1993
Verein zur Erhaltung der Synagogen und des jüdischen Friedhofes Lengnau und Endingen für die Wahrung der jüdischen Identität, die Pflege des Kultus und der Tradition und die Erhaltung der Synagogen und des jüdischen Friedhofes.
1992
Gemeinde Mandach für die grossen Anstrengungen zur Erhaltung und Pflege des eindrücklichen, geschlossenen Ortsbildes, im Einklang mit der umgebenden Landschaft.
1991
Stadt Zofingen für die langjährige und beispielhafte Altstadtpflege, insbesondere im Bereich der Grünanlagen, Freiräume und Gärten rings um den Kern der Altstadt.
1990
Lehrertheater Möhlin für die Aufarbeitung von heimatkundlichen und historischen Themen auf der Theaterbühne und die damit verbundene langjährige Kulturarbeit im und für das Dorf Möhlin.
1989
Stadt Baden für die Erhaltung, die Sanierung und die Renovation der Städtischen Werke Baden, eines der Moderne verpflichteten Industriebaues der Dreissigerjahre.
1988
Eigentümerschaft Neue Dorfhäuser im Zelgli, Untersiggenthal für gutes neues Bauen im alten Dorf, unter Berücksichtigung des Ortsbildes mit seinen historisch gewachsenen Bauten und Freiräumen.
1987
Ortschaft Winterschwil in der Gemeinde Beinwil/Freiamt für das beharrliche Festhalten der Bewohner von Winterschwil an ihrem baulichen Kulturerbe, der schönen bäuerlichen Ortschaft und der sie umgebenden Landschaft.
1986
Genossenschaft Amtshaus, Kaiserstuhl, für die Rettung, Restaurierung, integrale Erhaltung und sinnvolle Neunutzung des St. Blasianischen Amtshauses in Kaiserstuhl.